Das Steuer-Dashboard zeigt jetzt oben eine Status-Karte für den aktuellen Monat: wie viele Transaktionen importiert sind, wie viele noch kategorisiert werden müssen, wie viele Belege zugeordnet und wie viele noch offen sind. Plus die nächste fällige Frist direkt im Blick.
Bulk-Aktionen für Transaktionen
Mehrere Transaktionen auf einmal auswählen und mit einem Klick als "nicht betrieblich" markieren (oder wieder zurück). Praktisch für regelmäßige private Abbuchungen. Das alte Label "Privat" heißt jetzt überall "Nicht betrieblich".
Kleinunternehmer-Modus
Neue Einstellung unter Steuern > Einstellungen für §19-UStG-Kleinunternehmer. Wenn aktiviert, blendet Zeit die USt-Kennzahlen aus und meldet keine USt-VA-Fristen.
Fälligkeiten nach Vorjahresumsatz
Zeit ermittelt den richtigen Voranmeldungszeitraum jetzt automatisch aus deiner Vorjahres-USt-Zahllast: unter 2.000 EUR jährlich, 2.000-9.000 EUR quartalsweise, über 9.000 EUR monatlich. Falls du die Dauerfristverlängerung beim Finanzamt beantragt hast, verschiebt Zeit deine Fristen automatisch um einen Monat.
Regeln können jetzt privat markieren
Kategorisierungs-Regeln haben eine neue Option "Als nicht betrieblich markieren". Damit lassen sich wiederkehrende private Abbuchungen (Netflix, privates Streaming, Spotify) automatisch aus der EÜR ausschließen.
Qualitätsprüfung vor StB-Paket
Bevor du das Steuerberater-Paket herunterlädst, prüft Zeit den Zeitraum auf offene Punkte: nicht kategorisierte Buchungen, unbestätigte Kategorien, Ausgaben über 250 EUR ohne Beleg, fehlende SKR03-Konten, Bewirtungen ohne Anlass oder Teilnehmer, Geschenke über der 50-EUR-Freigrenze. Der Download ist gesperrt bis die Fehler behoben sind, jeder Punkt hat einen direkten Link zur Behebung.
Steuerberater-Notiz im Paket
Das ZIP-Paket enthält jetzt ein PDF-Deckblatt mit allen wichtigen Zahlen auf einen Blick: Berichtszeitraum, Anzahl Transaktionen, Belege, Ausgaben über 250 EUR mit/ohne Beleg. Damit kann der Steuerberater ohne Rückfragen weiterarbeiten.
Sonderbehandlung für Bewirtung, Geschenke und mehr
Im Transaktions-Detail gibt es einen neuen Bereich "Sonderbehandlung". Damit lassen sich Bewirtungen (mit Anlass und Teilnehmern), Geschenke (mit Empfänger), Dienstreisen, Telefon/Internet und Anschaffungen korrekt markieren. Die vollständige steuerliche Verarbeitung (Verpflegungspauschale, AfA) folgt in den nächsten Releases.
Bewirtung 70/30-Split in der EÜR
Bewirtungen sind nach §4 Abs. 5 Nr. 2 EStG nur zu 70% als Betriebsausgabe abzugsfähig. Zeit rechnet das jetzt automatisch: Wenn du eine Transaktion als "Bewirtung" markierst, erscheinen in der Kategorie-Aufschlüsselung zwei Positionen — 70% auf Konto 4650 (abziehbar) und 30% auf Konto 4654 (nicht abziehbar). Nur die 70% zählen zum Gewinn, die Vorsteuer (19%) bleibt voll abzugsfähig.
Telefon/Internet mit Mischanteil
Wenn du deinen Telefon-/Internet-Anschluss sowohl privat als auch geschäftlich nutzt, kannst du in den Steuer-Einstellungen einen betrieblichen Anteil hinterlegen (Standard 80%). Markierst du eine Rechnung als "Telefon/Internet", zieht Zeit automatisch nur den geschäftlichen Teil als Betriebsausgabe und Vorsteuer ab. Der Rest gilt als Privatentnahme und bleibt außerhalb der EÜR.
Home-Office-Pauschale
Unter Steuern > Einstellungen kannst du die Anzahl deiner Home-Office-Tage pro Jahr hinterlegen. Zeit berechnet daraus automatisch die Pauschale (6 € pro Tag, maximal 210 Tage / 1.260 €) und trägt sie als Betriebsausgabe in der EÜR ein. Keine einzelnen Transaktionen nötig.
Verpflegungsmehraufwand bei Dienstreisen
Markierst du eine Transaktion als "Dienstreise", kannst du die Reisetage angeben (8-24 h bzw. ab 24 h Abwesenheit). Zeit berechnet automatisch die Verpflegungspauschale nach §9 Abs. 4a EStG (14 € / 28 € pro Tag) und bucht sie zusätzlich zur eigentlichen Reise-Ausgabe in der EÜR.
GWG-Sofortabschreibung
Anschaffungen bis 800 € netto (§6 Abs. 2 EStG) werden als GWG direkt im Kaufjahr voll abgeschrieben. Markierst du eine Transaktion als "Anschaffung", verschiebt Zeit sie automatisch auf das SKR03-Sammelkonto 0480. Anschaffungen darüber bekommen einen Warnhinweis in der Qualitätsprüfung mit Verweis aufs kommende AfA-Modul.
Anlagevermögen und AfA
Neuer Bereich unter Steuern > Anlagevermögen. Dort kannst du Anschaffungen über 800 € netto als Anlagegut anlegen (Name, Datum, Wert, Nutzungsdauer). Zeit berechnet automatisch die jährliche lineare AfA (pro rata monatsgenau im Anschaffungsjahr) und bucht sie auf SKR03 4830 in die EÜR. Für gängige Typen (Notebook, Smartphone, Monitor, Möbel ...) ist die Standard-Nutzungsdauer aus der AfA-Tabelle vorbelegt. Wenn du ein Anlagegut mit einer Anschaffungs-Transaktion verknüpfst, wird die Transaktion aus der regulären BA ausgeblendet und nur noch als AfA abgebildet. Restbuchwerte und AfA-Summen sind pro Jahr sichtbar.
Einkommensteuer-Forecast auf dem Dashboard
Das Steuer-Dashboard zeigt jetzt einen ESt-Forecast für das laufende Jahr. Zeit rechnet deinen bisherigen Gewinn aufs Jahr hoch und schätzt daraus Einkommensteuer, Soli und bei Bedarf Kirchensteuer und Gewerbesteuer (mit §35-Anrechnung). Bereits geleistete Vorauszahlungen werden abgezogen, und du siehst pro Monat eine empfohlene Rücklage bis Jahresende.
In den Steuer-Einstellungen kannst du dazu Einkunftsart (Freiberufler oder Gewerbetreibend), Familienstand, Bundesland und bei Gewerbe den Hebesatz hinterlegen. Ohne Einkunftsart zeigt das Dashboard nur einen Hinweis zu den Einstellungen.
Zwei neue SKR03-Kategorien "Vorauszahlung Einkommensteuer" (1810) und "Vorauszahlung Gewerbesteuer" (1820) sind ab sofort auswählbar. Wenn du deine Quartalsvorauszahlung darauf kategorisierst, berücksichtigt der Forecast sie automatisch.
Wichtig: Die Schätzung ist bewusst naiv. Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen und Verlustvorträge kommen in einem kommenden Release. Ein Disclaimer weist klar darauf hin, dass die echte Zahl um 20-30% abweichen kann.
Krankenkasse: jetzt auf Basis des ESt-Bescheids
Die Krankenkassen-Beitragsberechnung nutzt jetzt deinen letzten ESt-Bescheid als Bemessungsgrundlage (§240 SGB V), nicht mehr den laufenden Gewinn. Trage den festgestellten Gewinn und das Veranlagungsjahr in den Steuer-Einstellungen ein. Solange kein Bescheid hinterlegt ist, rechnet Zeit ersatzweise mit dem laufenden Gewinn und zeigt darüber einen deutlichen Hinweis.
Sonderausgaben pro Jahr erfassen
In den Steuer-Einstellungen gibt es jetzt einen Block für deine jährlichen Sonderausgaben: Krankenversicherung (Basis und Wahlleistungen), Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Rürup, private Vorsorge, Spenden und gezahlte Kirchensteuer. Die Werte werden pro Jahr gespeichert, über ein Jahr-Dropdown kannst du bequem zwischen 2024, 2025 und 2026 wechseln. Die Werte fließen ab dem nächsten Release automatisch in den ESt-Forecast ein.
ESt-Forecast ist jetzt präziser
Der Forecast zieht jetzt deine hinterlegten Sonderausgaben (Krankenversicherung, Pflege, Rente, Rürup, Spenden, Kirchensteuer im Vorjahr) und einen eventuellen Verlustvortrag vom Gewinn ab, bevor die Einkommensteuer berechnet wird. Der Altersvorsorge-Höchstbetrag (2026: 30.826 € ledig, 61.652 € verheiratet) und der 2.800-€-Höchstbetrag für sonstige Vorsorge werden automatisch berücksichtigt, samt Mindestansatz nach §10 Abs. 4 Satz 4 EStG.
Im Forecast-Block siehst du jetzt eine Breakdown-Zeile "Vom Gewinn abgezogen" mit Vorsorge, Sonderausgaben und Verlustvortrag und dem daraus errechneten zu versteuernden Einkommen. Der Disclaimer passt sich an: ohne Sonderausgaben bleibt es bei +/- 20-30% Abweichung, mit Sonderausgaben wird der Spielraum auf 5-15% gesenkt.
Neues Feld "Verlustvortrag" in den Steuer-Einstellungen. Den Wert findest du auf deinem letzten ESt-Bescheid als "verbleibender Verlustvortrag".
Transparenter Audit-Trail für Kategorisierungen
Zeit merkt sich jetzt, wie eine Transaktion ihre Kategorie bekommen hat: manuell, per Regel, KI-Vorschlag oder Beleg-Scan. Automatisch gesetzte Kategorien bekommen einen Badge "Regel" / "KI-Vorschlag" in der Transaktions-Liste, solange du sie noch nicht bestätigt hast. Die Qualitätsprüfung vorm StB-Paket warnt dich jetzt auch separat, wenn noch automatisch kategorisierte Buchungen unbestätigt sind, damit nichts unter den Tisch fällt. Der Manifest-Hash für Quartalsabschlüsse berücksichtigt die Quelle ebenfalls - so kann im Zweifel nicht behauptet werden, eine Kategorie sei manuell gesetzt worden.
EÜR näher am amtlichen Anlage-EÜR-Formular
Das EÜR-PDF sieht jetzt dem amtlichen Anlage-EÜR-Formular ähnlicher. Es hat einen Kopfblock mit Steuerpflichtigem, Veranlagungszeitraum und Ermittlungsart, die Zeilen-Nummern stehen prominenter (Z. 11, Z. 12 ...) und als eigener Abschnitt folgen die Ergänzenden Angaben (Entnahmen Z. 125, Einlagen Z. 126) die für den Überentnahme-Check nach § 4 Abs. 4a EStG relevant sind. Dazu steht der Hinweis auf die Pflicht nach § 60 Abs. 4 EStDV im Subtitel.
Intern sind die EÜR-Zeilen-Nummern jetzt aus einer Konfigurationsdatei geladen (config/steuer.php). Jaehrliche Änderungen am Formular können so ohne Deployment nachgezogen werden.
USt-VA KZ-Hilfsausdruck für Mein ELSTER
Für die USt-Voranmeldung gibt es jetzt einen neuen PDF-Ausdruck, der die Kennzahlen (KZ 81, 86, 66, 83 ...) in der Reihenfolge und Benennung listet, wie du sie in Mein ELSTER ausfüllen musst. Kein Steuerberater-Format mehr, sondern ein schlanker "Zum Abtippen"-Ausdruck mit Anleitung. Im Ausdruck stehen automatisch Plausibilitäts-Hinweise: wenn du zum Beispiel einen Erstattungsfall oder ungewöhnliche Verhältnisse hast, wirst du darauf hingewiesen.
Zeit übermittelt weiterhin nicht selbst an ELSTER. Das ist eine Hilfe beim Abtippen. Die automatische Übermittlung per ELSTER-API folgt in einer späteren Ausbaustufe.
E-Rechnungen (XRechnung / ZUGFeRD) ohne Claude-Umweg
Zeit erkennt jetzt strukturierte E-Rechnungen beim Beleg-Upload: XRechnungen als reines XML und ZUGFeRD als PDF mit eingebettetem XML. Die Rechnungsdaten (Nummer, Datum, Lieferant, Brutto/Netto/MwSt, MwSt-Satz) werden direkt aus den XML-Feldern gelesen, ohne Claude-Vision aufzurufen. Das spart Kosten und ist bei Maschinenausdrucken zuverlässiger. Nicht-strukturierte Belege laufen weiter ganz normal über die Vision-OCR.
XML-Dateien sind jetzt als Beleg-Upload-Format zugelassen.
Revisionssicherheit für neue Steuer-Felder
Die Sonderbehandlungs-Felder (Bewirtung, Geschenke, Dienstreise) und die Anlagegueter sind jetzt Teil des Quartals-Manifest-Hashes. Gesperrte Quartale lassen sich also weiterhin unabhaengig verifizieren, und nachtraegliche Änderungen fallen bei der Pruefung auf. Anlagegueter in gesperrten Quartalen können nicht mehr veraendert oder geloescht werden (wie bei Transaktionen). Aeltere Abschluesse aus der Zeit vor diesem Update bleiben gueltig, da sie weiter gegen Manifest-Version 1 geprüft werden.